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Von beträchtlichem Umfang und zum Teil einmaligem Wert sind die bei den altertumswissenschaftlichen Unternehmungen der BBAW vorhandenen Archive. Der Beginn der Sammlungen reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Bereits im Jahre 1902 wurde auf Antrag von Wilamowitz-Moellendorff das erste Archiv bei der Akademie institutionalisiert. Seitdem sind diese von der Akademie betreuten Sammlungen ununterbrochen Gegenstand wissenschaftlichen Interesses und von ungeschmälerter und sogar zunehmender Aktualität. Ihre Erschließung ist ein zentrales Anliegen der Arbeitsstellen. Die Benutzung der Archivalien durch Dritte ist in der Regel nur in der Arbeitsstelle möglich. Ansprechpartner ist der jeweilige Arbeitsstellenleiter.
Schwerpunkte der altertumswissenschaftlichen Archive sind vor allem:
Epigraphik, Numismatik, Prosopographie, Kodikologie. Die wichtigsten
Objekte sind: Abklatsche von Inschriften, Gipsabgüsse griechischer Münzen, Photos,
Scheden, Karteien, Zeichnungen.
Die Archive der einzelnen Unternehmen
Altägyptisches Wörterbuch
- Zettel-Archiv (extern) des Wörterbuches der Ägyptischen Sprache
Materialien zur Erstellung des "Wörterbuches der Ägyptischen Sprache",
angelegt 1897-1940
- Umfang: 1,5 Mio. Zettel
- Illustration in einem Bilderalbum (extern)
- Lepsius-Archiv / extern)
Materialien der Königlich Preußischen Expedition nach Ägypten
(1842-1845): Originalzeichnungen, Abklatsche, Tagebücher
- Umfang: ca. 4000 Blatt
- Abklatsch-Archiv
Papierabdrucke ägyptischer Inschriften, angefertigt ca. 1830-1910: die
größte existierende Abklatsch-Sammlung ägyptischer Inschriften
- Umfang: ca. 100.000 Abklatsche
- Verzeichnis bei: S. Köpstein, Das Abklatscharchiv beim Wörterbuch der
Ägyptischen Sprache, T. 1-3 (Mitteilungen aus der Arbeit am Wörterbuch
der Ägyptischen Sprache, H. 3. 5. 6), Berlin 1994-2000
- Text-Archiv des Wörterbuches der Ägyptischen Sprache
Textabschriften und Kollationen, die in Ägypten und in Museen weltweit
für die Arbeit am Wörterbuch der Ägyptischen Sprache zwischen 1897 und
1940 angefertigt wurden
- Umfang: ca. 100 Hefte und Mappen Zum Seitenanfang
Corpus Inscriptionum Latinarum
- Abklatsch-Archiv
Abklatsche von lateinischen Inschriften
- Umfang: ca. 5000 Abklatsche
- Photo-Archiv
Photographien lateinischer Inschriften, Schwerpunkte: Inschriften der Stadt Rom, der italischen regiones, Spaniens und Africas
- Umfang: etwa 11 000 Bilder, der Bestand wird laufend ergänzt
- Erschließung: über eine Datenbank (Zugriff über das Internet ist
geplant). Später werden alle Photos auch im Internet abrufbar sein.
- Scheden-Archiv
Scheden zu allen im CIL publizierten lateinischen Inschriften mit
Informationen zu Monument, Inschrift, Fundumständen usw.; von besonderer
Wichtigkeit bei heute verlorenen Inschriftträgern
- Umfang: ca. zweihunderttausend Scheden Zum Seitenanfang
Corpus Medicorum Graecorum / Latinorum
- Kodikologisches Archiv
Sammlung von Filmen und Photokopien von Handschriften antiker medizinischer Texte in griechischer, lateinischer und arabischer Sprache
- Umfang: Aufnahmen aus etwa 500 Handschriften
- Scheden-Archiv
- handschriftliche Vorarbeiten zu H. Diels, Die Handschriften der antiken Ärzte, I. u. II. Teil, Erster Nachtrag, Berlin 1905-1908: Beschreibungen von Handschriften medizinischen Inhalts aus den Beständen zumeist europäischer Bibliotheken (40 Mappen; handschriftliche
Nachträge in den Arbeitsexemplaren dieser Publikation)
- Manuskript zu einem nicht publizierten »Lexikon der Naturwissenschaften für das klassische Altertum« aus dem Nachlaß von H. Gossen (11 Mappen)
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Die Griechischen Christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte
- Kodikologisches Archiv
- Filmaufnahmen
griechischer und lateinischer Handschriften, angefertigt mit Blick auf die Aufgaben des Unternehmens, zum Teil aber auch in speziellen Photokampagnen (z.B. auf dem Athos)
- Aufnahmen heute verschollener griechischer, syrischer und arabischer Handschriften, die B. Violet zu Beginn des 20. Jh. in Damaskus anfertigte
- Verfilmungen wichtiger Manuskripte (z.B. unpublizierter Teile des Buches von A. Ehrhard, Überlieferung und Bestand der hagiographischen und
homiletischen Literatur der griechischen Kirche (TU 50-52, 1937-1952)
und der Fragmente der christlichen Prosopographie (vgl. A. von Harnack,
Protokollbuch der Kirchenväter-Kommission 1897-1928, Berlin/New York
2000)
- Umfang: etwa 1500 Filmaufnahmen Zum Seitenanfang
Griechisches Münzwerk
- Scheden-Archiv zu griechischen Münzen
Scheden zu Münzen aus Materialsammlungen und Katalogen, die teilweise
bis in die Renaissance zurückgehen. Es handelt sich um Exzerpte mit Beschreibungen (teilw. auch Abbildungen) antiker Münzen, die vom 5. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr. im nordgriechischen und kleinasiatischen Raum
geprägt wurden.
Umfang: einige hunderttausend Scheden
- Münz-Archiv
Gipsabdrücke antiker Münzen, zum Teil aus heute nicht mehr existierenden
Sammlungen
- Umfang: ca. 250.000 Gipsabdrücke
- An der elektronischen Erfassung wird gearbeitet.
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Inscriptiones Graecae
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Abklatsch-Archiv
Papierabdrucke griechischer Inschriften, hauptsächlich aus Griechenland
und einigen Städten Kleinasiens: die weltweit größte
Abklatsch-Sammlung griechischer Inschriften
- Umfang: ca. 60.000 Abklatsche
- Das vollständige Verzeichnis ist im Internet abrufbar
- Die Anfertigung von Photos und die Versendung von Abklatschen ist in
der Regel nicht möglich
- Photo-Archiv
Photographien griechischer Inschriften
- Umfang: etwa 3 000 Bilder, der Bestand wird laufend ergänzt
- Ein Verzeichnis aller Photographien ist in Arbeit
- Scheden-Archiv
Scheden zu allen in den IG publizierten griechischen Inschriften, zum
Teil Originalzeichnungen; von besonderer Wichtigkeit bei heute
verlorenen Inschriftträgern
- Umfang: knapp 100.000 Scheden
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Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit
- Namen-Archiv »Glossar zur frühmittelalterlichen Geschichte im östlichen Europa, Serie B: Griechische Namen bis 1025«
Das »Glossar« ist die Materialsammlung eines DFG-Unternehmens an der
Universität Münster, das Ende der achtziger Jahre abgebrochen wurde. Es
wurden mehrere Faszikel vor allem zum Buchstaben A und einige Beihefte publiziert. Das Zettel-Archiv enthält die vollständigen Belege,
allerdings in unfertigem Zustand. Zum Seitenanfang
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